TU Berlin

Wissensdynamik in den TechnikwissenschaftenLaufende DFG-Projekte

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Laufende DFG-geförderte Projekte im Verbund

Von Artefakten zu Wissensfakten

Eine Besonderheit der Dynamik technikwissenschaftlichen Wissens ist, dass Wissen in Konstruktionsvorgängen mit Artefakten gewonnen wird und sich in Artefakten manifestiert. Eine Schlüsselfunktion erhalten wiederum computerbasierte Konstruktionswerkzeuge, die zur Genese technikwissenschaftlichen Wissens eingesetzt werden und in ihrer Handhabung das gewonnene Wissen verfügbar machen. Das Ziel ist es, die epistemische Wirksamkeit informationstechnischer Artefakte in Konstruktionsprozessen und die daraus resultierenden Folgen für die Wissensdynamik in den Technikwissenschaften genauer zu untersuchen. Denn sie stellen nicht nur wichtige Hilfsmittel in der Wissensakquisition, Wissenskoordination und Wissensintegration dar. Sondern durch ihre Rahmenbedingungen in der Entwicklung gehen sie zugleich konstituierend in die Wissensgenerierung ein. mehr zu: Von Artefakten zu Wissensfakten

Methoden für den Umgang mit unscharfem Wissen

Zentrales Ziel ist es, Methoden der Wissensgenerierung, der Wissenstransformation und des Wissenstransfers zu erfassen und zu untersuchen, wie sie angewendet werden, um Ergebnisse aus Versuchen mit einfacher Versuchsanordnung zur Beschreibung und Bewertung komplexer Realsysteme heranziehen zu können. Dabei sollen Bremssysteme als integraler Bestandteil von Nutzfahrzeugfahrwerken als Gegenstand dieser Untersuchungen dienen. Dieses Gebiet bietet sich besonders an, da aufgrund der hohen Reibleistungen von NFZ-Bremsen eine direkte Verwendung von Kennwerten aus Laborversuchen für eine ausreichend genaue Abschätzung des Realsystemverhaltens nicht ohne weiteres möglich ist. Es kommt hinzu, dass bei der Entwicklung von Bremssystemen und Fahrwerken neben den fahrzeugtechnischen Anforderungen und Rahmenbedingungen auch die oft nur unscharf formulierbaren funktions- sowie anwendungsspezifischen Anforderungen berücksichtigt werden müssen. Um eine Wissensgenerierung im Sinne des oben genannten Zieles zu ermöglichen, sollen drei Versuchseinrichtungen zur modellhaften Bremse genutzt werden. Diese Versuchseinrichtungen unterscheiden sich unter anderem durch verschiedene Detaillierungsgrade. mehr zu: Methoden für den Umgang mit unscharfem Wissen

Wissen zur Entscheidungsfindung in Produktentwicklungsprozessen

Die Entwicklung komplexer Produkte in einem globalen Umfeld bedarf es effizienter Prozesse. Für die Planung und Durchführung im Rahmen des Projektmanagements haben sich Projektpläne und Meilensteine etabliert. An den Meilensteinen wird der aktuelle Konstruktionsstand aus den Teilartefakten zusammengeführt und hinsichtlich verschiedener Kriterien, z. B. fertigungsgerechter Gestaltung und Markttauglichkeit, bewertet. Um diese Entscheidungen treffen zu können, wird das gesamte zur Verfügung stehende Wissen (wie beispielsweise Produktwissen, Methodenwissen, Organisationswissen, Werkzeugwissen) herangezogen. Dazu müssen sowohl Kommunikationsprozesse als auch der Wissensaustausch über die technischen Artefakte reibungslos über den gesamten Konstruktionsprozess funktionieren. Weiterhin müssen die Entscheidungsträger beim Zusammenführen der Teilartefakte und bei Entscheidungen zu den Meilensteinen ein ausreichendes Wissen aufweisen. Die wissenschaftliche Untersuchung solcher Wissensnetzwerke ist bisher unzureichend für Meilenstein-getriebene Produktentstehungsprozesse durchgeführt worden. Hier werden daher die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Wissensträgern, Wissensarten und dem Konstruktionsprozess eingehend untersucht, eine neue Methodik erarbeitet und an einem Anwendungsbeispiel validiert. mehr zu: Wissen zur Entscheidungsfindung in Produktentwicklungsprozessen

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