TU Berlin

Wissensdynamik in den TechnikwissenschaftenExperimentelle Untersuchungen in studentischen Entwicklungsprojekten

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Experimentelle Untersuchungen in studentischen Entwicklungsprojekten

Im Wintersemester 2019/20 findet eine kombinierte Veranstaltung der Fachgebiete Industrielle Information und Arbeitswissenschaft statt, in der Studierende aus drei unterschiedlichen Kursen zusammenarbeiten. Dabei führen Studierende der Kurse EMP (Entwicklung und Management digitaler Produktentstehungsprozesse) und AIIT (Anwendungen der Industriellen Informationstechnik) ein Entwicklungsprojekt aus, während Studierende des Arbeitswissenschaftlichen Forschungsmoduls das Vorgehen im Projekt beobachten und analysieren.  Das Ziel besteht einerseits darin tiefere Einblicke in die wissensbezogenen Arbeitsweisen angehender IngenieurInnen zu gewinnen. Andererseits sollen geeignete sozialwissenschaftliche Methoden zur Erfassung der Wissensverarbeitung im Entwicklungskontext identifiziert und erprobt werden.

Inhalt und Ziele AIIT

Zur Anwendung der Informationstechnik im industriellen Umfeld vermittelt die Lehrveranstaltung zum einen Kenntnisse zu den Themen Produktentstehungsprozesse und Prozessmanagement, Systems Engineering und E-Business. Zum anderen werden den Studierenden Systeme zum Produktdatenmanagement (mit Variantenmanagement, Komplexitätsmanagement und Change Management) und zur rechnerunterstützten Konstruktion mit CAD-Systemen (Computer Aided Design) näher gebracht. Die in den Vorlesungen erworbenen Kenntnisse werden in einem praxisorientierten Projekt angewendet. Hier arbeiten die Projektteilnehmer in Teams interdisziplinär und modulübergreifend an der Entwicklung von elektromechanischen Produkten und lernen so die in der Praxis auftretenden Herausforderungen der Projektplanung, -durchführung und dem -management in industrienahen Anwendungsfällen kennen.

Die Studierenden sollen lernen, die für die Entwicklung von Produkten und Systemen benötigten Informationstechnischen Lösungen im industriellen Umfeld einschätzen und diese zielorientiert benutzen und auf ingenieurwissenschaftlicher Problemstellungen anwenden zu können.

Inhalt und Ziele EMP

Die Lehrveranstaltung ist auf eine ganzheitliche Betrachtung von Prozessen zur Produktentwicklung, Produktabsicherung, Produktions- und Fabrikplanung in industriellen Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung informationstechnischer Anwendungen ausgerichtet und umfasst folgende Inhalte: Kernprozesse der digitalen Produktentstehung und ihre Logiken, Produktdatenmanagement,Prozesse und deren Management und Industrialisierung. Die in den Vorlesungen erworbenen Kenntnisse werden in einem praxisorientierten Projekt angewendet. Hier arbeiten die Projektteilnehmer in Teams interdisziplinär und modulübergreifend an der Entwicklung von Produkten und lernen Herausforderungen der Projektplanung, -durchführung und dem -management kennen.

Die Studierenden sollen lernen wie digitale Produktentstehungsprozesse gestaltet, analysiert und organisiert werden und wie sich übergreifende Themen wie "Product Lifecycle Management" (PLM), Projektplanung und "Enterprise Resource Planning" (ERP) und daraus abgeleitete digitale Disziplinen in die unternehmensweite Prozesslandschaft eingliedern und anwenden lassen.

Inhalt und Ziele Arbeitswissenschaftliches Forschungsmodul:

Analyse von Arbeitssystemen in Produktentwicklung und -design

Dieses Modul soll Studierende befähigen, Arbeitssysteme unter spezifischen analytischen Blickwinkeln der Human Factors Forschung zu erfassen. Dafür sind Kooperationen mit anderen Lehrveranstaltungen an der TU Berlin vorgesehen, in diesem Wintersemester 2019/20 geht es um die technische Produktentwicklung in den Ingenieurswissenschaften:

In dem Semesterprojekt „Anwendungen Industrieller Informationstechnik - AIIT“ für IngenieurInnen geht es um die Entwicklung eines technischen Produktes über das Semester hinweg. Gelehrt wird diese Veranstaltung von Lisa Hagedorn, Doktorandin am Fachgebiet Industrielle Informationstechnik und bietet eine tolle Möglichkeit, die Abläufe von der ersten Umsetzungsidee bis zum fertigen Produkt aus verschiedenen Perspektiven heraus kennenzulernen. Welche Art von Produkten in diesem Semester entworfen und entwickelt werden sollen, hält Lisa Hagedorn noch streng geheim, das wird erst zu Beginn der Veranstaltung verraten. Eines steht aber jetzt schon fest: man/frau darf gespannt sein!

(hier der Link zur Homepage ihrer Veranstaltung)

Für die TeilnehmerInnen dieses arbeitswissenschaftlichen Forschungsmoduls geht es dabei vor allem um die Analyse des technischen Produktentwicklungsprozesses in Bezug auf HF-relevante Themen wie zum Beispiel den wissensdynamischen Aktivitäten der unterschiedlichen Akteure. Dafür begleiten die TeilnehmerInnen dieses Moduls die unterschiedlichen Produktentwicklungsprojekte der IngenieurInnen über das Semester hinweg und wenden zur Erhebung der Analysedaten ethnographische Methoden an. Dabei gewinnen die Studierenden zusätzlich Einblicke in die Arbeitsprozesse von IngenieurInnen, unterstützen deren Arbeit im Idealfall als Team-Mitglieder zusätzlich bereits erstes im MSc HF erworbenes Wissen über Mensch-Technik-Interaktion in die Produktentwicklungsprojekte mit einbringen.

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